Sonntag, 26. November 2017

T-Shirts und Instrumente: Welches ist denn jetzt das coolste?

So! Bevor ich wieder über mein Auto schreibe (buhuhuhu!!!!) schiebe ich ein paar Beiträge dazwischen, damit es nicht so auffällt. Zum Beispiel muß ich noch schreiben, daß das Farbvererbungsbuch immer mal auf der Amazon top100-Liste Genetik ist. Und manchmal sogar vor Watsons "Doppelhelix". Das amüsiert mich ungemein. Die Algorhitmen bei Amazon scheinen ganz drollig zu sein...

Ich fand, ich bräuchte ein T-shirt mit dem Zeichenschaf aus dem Buch drauf. Und dann dachte ich, man könnte die ja auch zur Verfügung stellen.

Spreadshirt ist da ein toller Anbieter. Man lädt seine Designs hoch und wer Interesse hat, kann die auf diverse Sachen drucken. Klamotten und Krempel... wie Turnbeutel! Die Rückkehr des Turnbeutels hat ja sowieso viel zu lange auf sich warten lassen!
Und wo ich schon mal dabei war, dachte ich an die T-Shirts, die wir mal mit irish-trad "Logos" gemacht hatten. Könnte man doch auch hochladen.
Hab ich auch gemacht. Dummerweise alle als Pixelgrafiken statt Vektorgrafiken. Jetzt kann man die nicht skalieren und positionieren. Also nochmal neu.

Aber jetzt  muß ich erst mal philosophieren über Instrumente und wie 'sexy' die sind. Oder auch nicht. Es gibt ne Grafik für Conny.


Also Harfe.... Harfe ist einfach mal von Haus aus sexy. Die Person dahinter kann den Eindruck durchaus verringern aber so prinzipiell ist das ein sexy Instrument, mit dem man punktet. Dem muß man sowas wie "Harpyie" entgegensetzen. 
Ich bin auch ganz froh, daß die Harfe, die Conny und ich gebaut haben, eher aussieht wie ein böhmischer Bauernschrank als ein elfisches Sphärenmusik- Accessoire! 
Also Harfe ist ein Instrument, das man downgraden muß, um ernst genommen zu werden.

Uillean Pipes: Ganz anders aber ebenfalls oben auf der "cool" Skala. Packt jemand Pipes aus, gibt es ein "wow"! Bewunderung und große Augen. Ein riesen Bonus, noch bevor man gespielt hat. Was bei Pipes anders ist als bei Harfe: Man muß die wirklich, wirklich gut spielen können! Schon beim Auspacken hängt die Latte hoch. Und zwar richtig. Ganz nett Pipes spielen reicht nicht. Ich hab das mal probiert. Auch nach nem Jahr habe ich gelitten wir ein Hund (und die Hunde haben den Raum verlassen). Wenn Sirko spielt, legen sie sich ihm zu Füßen. Was ich auch tun würde, wenn man da nicht so doof Flute spielen könnte....
Pipes muß man ernst meinen. 


Obwohl diddly serious eher die schottische Variante ist. Für irische Musik müßte es (analog zum Whisk(e)y) eher diddley serious heißen.....

Dann gibt es die Instrumente, die sind neutral. Da bekommt man Bewunderung oder Augenrollen erst dann, wenn man spielt. Dazu gehört Flute. Wobei Flute einen nicht zu unterschätzenden Nachteil hat, den sich kaum jemand bewußt macht, wenn er sich ein Instrument aussucht: Die Größe! Handlich - schön und gut. Aber eine Flute ist quasi unsichtbar bis man sie auspackt. Ich habe einige Flute-Spieler in Irland kennengelernt, die ihre Flute deshalb in 'nem Geigenkoffer transportieren. Zumindest in Irland bringt es einen beim Trampen wesentlich schneller voran, wenn man als Musiker erkennbar ist! Und als Session-Nomade bringt das auch Vorteile: Man wird GEFRAGT, ob man mitspielen möchte. Man muß nicht hingehen und selber drum bitten, mitspielen zu dürfen. Das macht einen großen Unterschied, wenn man dann den Rest des Abends in der Runde sitzt und sein Instrument festhält und auf nen Tune wartet, den man auch mitspielen kann.... und wenn man dann die eigenen Tunes alleine spielt weil die wiederum keiner kennt und man dabei nicht ganz so entspannt ist, dann kann man sich nicht mal denken "Ihr habt es so gewollt!"

Für die meisten Leute ist Gitarre ebenfalls neutral. Für mich - in einer irischen Session - ist es oft eines der gruseligsten Intstrumente. Kommt jemand mit nem Gitarrenkoffer rein, werde ich nervös..... Im besten Falle stört sie nicht. Genau wie Bouzouki. Im schlimmsten (und häufigeren) Fall ist es unrhythmisches und schräges Beschdebeschde (Gitarre) oder Plingelingeling (Bouzouki).

Und dann gibt es "unten". Völlig unverdient ist da das Banjo. Ist mir ein großes Rätsel. Ich bin überzeugt, alle Welt findet Banjo genauso attraktiv wie ich. Aber über Banjo gibt es die meisten Witze. Sehr seltsam! Wenn man mal genau hinhört, dann fällt allerdings auf, daß diese ganzen Banjowitze vor allem von Banjospielern erzählt werden!
Ich glaube ja, das ist ähnlich wie bei Harfe. Bei der muß man dem elfischen Sphärengedöns und der überirdischen Eleganz entgegenarbeiten, weil man ein solches Image als Mensch hinter dem Instrument niemals erfüllen kann (und die, die es versuchen, machen sich lächerlich).
Banjo ist SOOO attraktiv, daß man nur mit einem überzogenen Ego dazu stehen könnte: "Hier! Guck mal! Ich! Tadah!" Das ist lächerlich oder unsympathisch oder beides....  Und so ein paar Zweifel können einem da schon kommen... So ein Banjokoffer sieht schließlich aus, als wäre man Spitzenkoch und wäre mit der Reisebratpfanne unterwegs.
Genauso, wie große Menschen (vor allem große Frauen) sich oft klein machen, um nicht bedrohlich zu wirken, muß man Banjo lächerlich machen, um es auf ein normales Niveau hinunterzuziehen. Also so geht meine Theorie... Anders kann ich mir das nicht erklären...

Ebenfalls unten - und zwar ganz unten: Box! Concertina vielleicht nicht ganz so aber Box ist einfach mal uncool. Und Box- und Concertinaspieler machen fürchterliche Gesichter beim Spielen! "Halbwegs menschlich gucken" muß man gesondert üben! Als wenn es nicht schwierig genug wäre, ein Instrument zu lernen, bei dem einen die Mechanik oft genug im Wege steht! GLEICHZEITIG die Gesichtszüge unter Kontrolle haben ist wie

Man übt also einen milden, freundlichen Gesichtsausdruck. Der dann oft etwas "abwesend" wirkt. Und genau DA kommt das Größenproblem der Concertina dazu. Das hat die Concertina nämlich auch!
Meine erste Begegnung mit einem Concertina-Spieler hat sich fest in mein Hirn gebrannt! Nette Session. Viele Musiker. Nur mittendrin, auf der anderen Seite des Tisches, saß so ein Mann. Zwischen den Musikern. Der fingerte hochkonzentriert unter dem Tisch rum und hatte ein leicht debiles Grinsen im Gesicht. Mitten in der Session! Also Ehrlich!
Leute: Setzt Euch mit einer Concertina nicht HINTER den Tisch! Die ist zu klein, um gesehen zu werden!
Ein T-Shirt für Concertina-Spieler sollte vielleicht groß CONCERTINA drauf haben und einen dicken Pfeil nach unten. Obwohl... wenn man das - als Mann- anhat und am Ende des Pfeils gerade keine Concertina ist..... hat irgendwie gleich ne ganz andere Bedeutung...
Also für Concertina und Box muß mir noch was einfallen... Im Moment gefällt mir "Think! Inside the Box!" ganz gut. Obwohl heutzutage "think outside the box" gar nicht mehr genutzt wird in Management-Trainings. Jetzt muß man sein "Silo-thinking" überwinden. Aber alles kommt wieder. Auch der Turnbeutel...

Ich weiß auch nicht... ich könnte Tunes lernen statt mich dran zu freuen, wie so ...Zeug auf ...Zeug aussehen würde....  (aber das schwarze T-Shirt sieht auch in echt ganz witzig aus. Mein neues zweitliebstes T-Shirt!)

2 Kommentare:

  1. Hey, das Buch gibts jetzt bei Amazon! War letztens noch nicht. Kindle kommt (ausnahmsweiese) nicht in Frage! Weil, wenn ich den Autor schonmal kenne, will ich mein Exemplar gefälligst auch signiert haben! Du wirst also irgendwann mal Post mit Rücksendeporto bekommen 😆
    Meine Favoriten sind das grüne und weiße T-Shirt. Der Turnbeutel hat ne coole Farbe, könnte man evtl. noch als Projektbeutel missbrauchen oder umerziehen. 😉

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  2. ... und damit ist die Frage geklärt, ob es das Kartenspiel denn auch gibt... wer lesen kann (bis zum Ende) ist klar im Vorteil! 🤓😂

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